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Liebe Betreuerin

p-romanow
12. Juni
2 Min. Lesezeit

Liebe Betreuerin,

wenn du neu in ein Haus kommst – müde, verschwitzt und mit dem Wunsch, dich einfach hinzulegen – dann vergiss nicht: der erste Eindruck zählt!

Damit der Start gut gelingt, hier ein paar hilfreiche Tipps:


 Was solltest du gleich zu Beginn tun?

1. Stell dich freundlich vor

Begrüße die Familie und die betreute Person herzlich – ein Lächeln wirkt oft Wunder!


2. Lerne die Tagesstruktur kennen

Besprecht gemeinsam den Tagesablauf, regelmäßige Aktivitäten und wichtige Gewohnheiten der betreuten Person.


3. Frag nach wichtigen Informationen

Was darfst du benutzen? Gibt es ein Fahrrad, ein Auto oder einen Fernseher, den du nutzen darfst?

Wenn du Auto fahren möchtest – sprich es offen an!


4. Zeig Interesse am Menschen

Frag, was die betreute Person gerne isst, trinkt oder wie sie ihren Tag am liebsten verbringt.


5. Mach klare Absprachen

– Wer ist für welche Aufgaben zuständig?

– Wie hoch ist das Haushaltsbudget für Einkäufe?

– Kläre die Reisekostenabrechnung, sobald du ausgeruht bist.


6. Was ist NICHT erwünscht?

Frag offen nach Dingen, die nicht passieren sollten – z. B.:

Rauchen im Haus

Möbel oder Küchenutensilien umräumen

Zwang zu Aktivitäten, die die Person nicht möchte

Waschmaschine oder Spülmaschine halbleer einschalten

Frage nicht als Erstes nach dem WLAN!

Zeige zuerst Interesse an der Person, nicht am Internetzugang.

Vermeide es, den ganzen Tag am Handy zu hängen, auf Facebook, TikTok oder Instagram zu surfen. So wirkst du unkonzentriert und desinteressiert.

Kein Alkohol! Auch kein Bier oder Wein – das ist während der Arbeit absolut tabu.

Licht aus! Achte darauf, nicht überall unnötig Licht brennen zu lassen.


7. Frag nach dem "Wo"

Wo ist was? Wo liegt das Putzmittel, wo die Wäsche? So vermeidest du Stress und Missverständnisse.


8. Zeig, dass du deinen Job kannst

Sei offen, freundlich, verständnisvoll – aber sprich auch ehrlich über Dinge, die dir schwerfallen oder dir nicht gefallen.


9. Gebt euch Zeit – Schritt für Schritt

Setzt euch gemeinsame Ziele: weniger Stress, mehr Miteinander, gegenseitiger Respekt und Vertrauen.


10. Du bist nicht allein!

Denk daran: Dein Koordinator ist für dich da! Er bekommt Geld dafür, dass du ihn nerven darfst  – und seine Aufgabe ist es, für deine Sicherheit und die des Pflegebedürftigen zu sorgen.


 Fazit:

Ein liebevoller, respektvoller Start ist der erste Schritt zu einer guten Zusammenarbeit. Denk daran – du bist wichtig, und nur wenn es dir gut geht, kannst du auch für andere gut da sein.  

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